Mathias Claus - 11.03.2008 - Musikalische Leidenschaft mit dem Publikum geteilt

17. März 2008 | Von Jan Matthies | Kategorie: Presse Mathias Claus

Jazzpianist Mathias Claus begeistert mit Auftritt im Bürgerhaus (vk) „Wenn man dem Jazz erstmal verfallen ist, muss man sein Publikum schwer suchen“.

Über dieses „liebe Leid“ klagte Mathias Claus an diesem Abend – aber nicht wirklich ernstlich, denn das Konzert im Bürgerhaus Groß Schwülper war voll mit Gästen, die die musikalische Leidenschaft des Jazzpianisten kompromisslos zu teilen schienen. Claus gastierte im Rahmen des Braunschweiger Klavierfestival Tastentaumel 2008 auf Einladung des Kulturverein Papenteich. Unter der Überschrift „all that swingin‘ american jazzpiano“ nahm er sein Publikum mit auf eine musikalische Exkursion in die Geschichte des Jazz und damit zu den namhaften Pianisten und Komponisten der vergangenen 80 Jahre. Beginnend bei Blues und Ragtime startete er mit dem seiner Beschreibung nach bekanntesten Jazzstück der Geschichte in den Abend: Mit dem St. Louis Blues. Er folgte der Chronologie der Musikgeschichte durch die Jahrzehnte und fragte „Was eigentlich ist Swing?“ Verschiedene Stücke anspielend landete er bei Benny Goodman und entführte in die Jazzclubs der 50-er Jahre nach Harlem: Take the A-Train, mit der U-Bahnlinie, die direkt in das Herz des Geschehens führte. Der Standard von Duke Ellington mit gleichem Titel hat Jazzgeschichte geschrieben. Durch die Hände von Mathias Claus geriet das Thema an diesem Abend ebenfalls zu einem Meilenstein. Aus dem Swing entwickelte sich der Mainstream-Jazz. Claus stellte den jeweiligen Stil imitierend namhafte Vertreter dieser Stilrichtung wie Oskar Peterson vor und ging mit Wortwitz auf die tiefgründige Lyrik der Texte dieser Zeit ein. Für den Kulturverein Papenteich war die Veranstaltung im Bürgerhaus das erste Konzert in der Reihe Tastentaumel, wie Vorsitzende Ingrid Richter darstellte. Sie war äußerst zufrieden mit der Resonanz auf das Programm. „Es sind viele neue Gesichter im Publikum und selbstverständlich auch einige Stammgäste mit dabei.“

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